Upholstered furniture


Polstermöbel für zuHause
Da die Art, wie Polstermöbel benutzt werden, von Haushalt zu Haushalt variiert, muss man dieser Frage besondere Aufmerksamkeit schenken. Handelt es sich um einen Haushalt mit Kindern, Hunden, Katzen und häufigen Besuchern, werden Schaumstoff und Bezüge schneller abgenutzt, als bei Haushalten, in denen Polstermöbel weniger intensiv genutzt werden. Möbel sollten vor direktem Sonnenlicht geschützt werden. Wenn wir auf einem Polstermöbelstück liegen oder sitzen, kommt der Körper mit dem Bezug in Berührung. Schweiß kann Leder und Stoff beeinträchtigen.
Werden Mahlzeiten auf dem Sofa eingenommen, sollte Verschütten vermieden werden, da schon geringe Mengen Fett einen Zersetzungsprozess beim Bezugsstoff in Gang setzen können.
Entscheiden Sie sich für ein strapazierfähiges Material, das zudem lichtecht und abriebfest ist.



Polstermaterialien
Es werden Nozag-Federn sowie Stahlfedern verwendet, und die Polster bestehen aus Polyether- oder Kaltschaum und Faserwatte. Die Kissenfüllung kann aus Schaumstoff, Granulat, Faserwatte, Federn, Daunen oder Materialmischungen bestehen. Eine dieser Mischungen, Polydun, weist eine kürzere Lebensdauer als andere Kissenfüllungen auf. Jede Polsterung verändert sich durch Gebrauch, weshalb Kissen nach Möglichkeit ab und zu umgetauscht werden sollten. Auch sollte man nicht stets auf derselben Stelle sitzen, damit die Polsterung gleichmäßiger belastet wird und nicht ihre Form verliert. Viele lose Kissen müssen ab und zu leicht aufgeschüttelt werden, damit sie füllig sind. Wird die Polsterung z. B. durch Personen mit hohem Körpergewicht oder durch ständigen Gebrauch stark strapaziert, empfehlen wir eine härtere Polsterung, die gut wieder die alte Form annimmt. Beachten Sie bei Polstermöbeln ohne lose Kissen, dass bei Gebrauch kleine Falten im Leder bzw. Stoff auftreten können.

Allgemeines über Möbelstoff
Pflege durch Saugen und evtl. mit einem feuchten Tuch. Wenn notwendig, dann bitte nur unparfümierte, schonende Seife verwenden.

Bei der Entfernung von Flecken aus Bezugsstoffen muss behutsam vorgegangen werden. Fleckentferner sollten nur dann zum Einsatz kommen, wenn an weniger sichtbarer Stelle vorher ausprobiert wurde, ob er sich negativ auf den Stoff auswirkt. Flecken lassen sich durch schonendes kreisendes Reiben zum Fleckzentrum hin entfernen. Verwenden Sie niemals Lösungsmittel. Schützen Sie den Stoff gegebenenfalls mit Textilimprägnierung damit er widerstandsfähiger gegen Flecken und Schmutz wird. 

Baumwolle
Baumwolle weist eine durchschnittliche Verschleißfestigkeit auf. Aufgedruckte Muster werden jedoch durch Abnutzung und Sonnenlicht in Mitleidenschaft gezogen, aber auch grober Kleiderstoff (z. B. Jeansstoff) kann die Abnutzung beschleunigen. Baumwolle eignet sich nicht für Möbel, die grellem Sonnenlicht und starker Abnutzung ausgesetzt sind. Baumwolle ist schmutzempfindlich und sollte daher vor Flecken geschützt werden (schmutz­abweisende Ausstattung).

Synthetische Fasern

Im Allgemeinen sind Polyester, Nylon, Polypropylen und Poly­propolene strapazierfähig und pflegeleicht. Bei Möbelstoffen mit Flor wie z. B. Velours verändert sich scheinbar die Farbe, wenn Licht aus verschiedenen Richtungen einfällt. Das kann auch geschehen, wenn der Flor gedrückt wird, was aber kein Fehler, sondern typisch für diesen Stoff ist. 

Mikrofaserstoff
Beachten Sie, dass Mikrofasern im nassen Zustand empfindlich sind. Bei der Reinigung dürfen sie weder gerieben noch gebürstet werden. Staubsaugen und evtl. Fleckentfernen sind die einzigen Pflegemaßnahmen, wobei verschüttete Getränke, Spirituosen, Wein, Bier, Kaffee, Milch und Tee mit einem saugfähigen Blatt Haushaltspapier zu entfernen sind und der Stoff mildem Seifenwasser gereinigt werden. Schokolade und Süßigkeiten lassen sich entfernen, indem der Fleck mit einem in mildes Seifenwasser getauchten Schwamm aufgeweicht wird (Wasser und Spülmittel ohne Bleichmittel). Marmelade und Saft lassen sich mit einem Löffel entfernen, wonach mit warmem Wasser zu reinigen ist.

Allgemeines über Lederbezüge für Möbel
Leder ist ein Naturprodukt und es liegt in der Natur der Dinge, dass sich alle Einflüsse, denen die Haut vor der Verarbeitung ausgesetzt war, als charakteristische Merkmale im Bezugsleder niederschlagen. Auch variieren Aussehen und Eigenschaften der Haut, je nachdem, von welchem Teil des Tieres diese stammt. Die größten Unregelmäßigkeiten können ausgespart werden, was das Leder jedoch sehr teuer macht. Man kann die Oberfläche aber auch mit Lack und Farbe behandeln, wodurch das Leder zwar etwas steifer wird und Kunststoff ähnelt, dafür aber weniger empfindlich ist. Im Allgemeinen versuchen die Hersteller, die Partien mit auffälligen Unregelmäßigkeiten, bei denen es sich wie gesagt nicht um Fehler, sondern um natürliche Eigenschaften handelt, hinten oder an der Außenseite des Möbelstücks zu platzieren. Hierbei kann es sich um Wunden wie Schrammen und Risse von Zweigen, Dornen oder Stacheldraht handeln. Ist die Wunde wieder richtig verheilt, tritt keine Schwachstelle im Leder auf. Falten können je nach Tier von unterschiedlicher Art sein. Verätzungen durch Dünger sowie Pilze und Ringelflechte kommt bei vielen Tieren vor. Diese Male in einem verarbeiteten Stück Leder sind Kennzeichnen für die Echtheit des Leders. Im Gegensatz hierzu gibt es das Kunstleder (Kunststoff), bei dem die Struktur immer regelmäßig verläuft.
Alle Lederarten sollten vor Sonnenlicht und Hitze geschützt werden. Im Allgemeinen besitzt Leder eine geringere Lichtechtheit als Stoff, wobei weiches Anilinleder am empfindlichsten auf Sonnenlicht reagiert. Fett wirkt sich auf Leder ebenso ungünstig aus wie auf Stoff, weshalb das Verschütten oder Zerbröseln von fetthaltigen Speisen, Snacks usw. zu vermeiden ist.

By-cast-Leder
By-cast-Leder weist eine Laminierung (PU-Film) auf der Oberfläche auf. Durch diese Technik wird das Leder strapazierfähiger als andere Lederarten, und es erhält darüber hinaus ein exklusives Aussehen. Weitere Vorteile sind hohe Lichtechtheit und eine schmutzabweisende Oberfläche, allerdings ist die Oberfläche empfindlicher gegenüber Schäden, die von scharfen Nägeln, Hunden und Katzen, Messern u. a verursacht werden. Diese Beschädigungen lassen sich durch leichte Wärmebehandlung (Fön) entfernen.

Korrigiertes Leder
Leder mit Oberflächenschutz (korrigiertes Leder) ist gut gegen äußere Einwirkungen geschützt. Es weist eine höhere Lichtechtheit als anilingefärbtes Leder auf. Die Schutzschicht sorgt dafür, dass Wasser, Schmutz usw. nicht so leicht durch die Oberfläche dringen können. Es gibt sie in geschliffener oder geprägter Ausführung (genarbt), um kleine Fehler zu kaschieren.

Semi-Anilin
Semi-Anilin weist einen dünneren Oberflächenschutz als korrigiertes Leder auf. Die Oberfläche bietet einen gewissen Schutz vor äußeren Einwirkungen. Semi-Anilin, ein reines Naturprodukt mit natürlicher Narbung, ist atmungsaktiv und dunkelt im Laufe der Zeit etwas nach.
Zur Pflege ist Ledercreme zu empfehlen. Eine Behandlung mit diesem Mittel ist auch vor Ingebrauchnahme des Möbelstücks zu empfehlen.



 

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